Radtouren

Berichte

20.07.2009 - RTF

In sieben Tagen die Republik „durchradelt“

MTB-Marathon

Es war anstrengend, aber sie haben ihr Ziel erreicht: Die Sportler Hans Osterburg, Martin Becker, Rainer und Rabea Hupertz, Christof Rammelmann und Hubert Steinweg haben in sieben Tagen Deutschland von West nach Ost durchquert – auf ihrem Fahrrad.

Die zusammen sorgfältig ausgearbeitete Tour durch vier Bundesländer begann am 7.7. in Trier. Nun standen sieben Tagesetappen zwischen 130 und 170km bevor. Jeden Tag waren die sechs von acht bis circa 18 Uhr unterwegs, angetrieben von dem Wunsch, anzukommen, durchzuhalten und den Zug in Görlitz nicht zu verpassen. Fast drei Tage Dauerregen, Temperaturen von 10 bis 30 Grad, sieben Platten und insgesamt 11121 schlauchende Höhenmeter machten den Mitgliedern des RSV-Werl-Wickede zu schaffen. Jeder konnte nur das nötigste an Gepäck mitnehmen und auf seinem Rücken tragen. Doch die Tour erfüllte genau ihre Erwartungen und sie würden es jederzeit genauso wieder tun. Der Weg führte sie an der Mosel entlang durch endlose Weinberge, zum Rhein, durch die Rhön bei bester Fernsicht, durch kilometerlange Kornfelder, in den Thüringer Wald und an die Elbe. Am vierten Tag geriet das Abenteuer Deutschlandtour zum ersten Mal ins Wanken: Hubert Steinwegs Speiche riss, und er konnte somit mitten im nirgendwo in Thüringen keinen Meter weiter fahren. Glücklicherweise begegneten der Gruppe tatkräftige Polizisten, die das angeschlagene Rad samt Fahrer in die nächste Stadt brachten, wo der Schaden vorerst behoben werden konnte. Tags darauf half die Wirtin der Jugendherberge dann, eine vernünftige Fahrradwerkstatt zu finden. Auch Rainer Hupertz hatte Glück, denn als ihm die Kette riss, stießen sie in Dresden zufällig auf ein riesiges Fahrradfest mit tausenden Rädern – da brauchten sie nicht lange auf Hilfe zu warten. Insgesamt waren sämtliche Reaktionen der Menschen auf die Tour interessiert und freundlich, die Sportler kamen schnell mit allen ins Gespräch. Übernachtet haben die fünf Männer und eine Frau in Jugendherbergen. Am Tagesziel angekommen hieß die erste Frage: Wo sind die Duschen? Danach besichtigten sie wenn möglich noch sie Stadt und aßen etwas, aber eigentlich waren sie froh, sich ausruhen und die Erlebnisse des Tages kurz festhalten zu können. Regeneration für die nächste Tour. Besonders schöne Ziele waren Oberwesel, wo die sechs ihre müden Muskeln im hauseigenen Schwimmbad mit Blick auf den Rhein entspannen konnten, Windischleuba, wo sie in einer alten riesigen Burg samt Ritterrüstungen an den Wänden übernachteten und Görlitz, wo sich die Jugendherberge in einem alten Kaufmannshaus befand. „Aber jede Stadt war uns unbekannt und hatte ihren Reiz.“, bemerkt Hubert Steinweg. Am 13.7. war das Ziel dann erreicht: das Ortsschild von Görlitz. Sie hatten es geschafft. 1088km und insgesamt knapp 48 Stunden im Sattel. Sie hatten tatsächlich ganz Deutschland von West nach Ost durchquert. Am nächsten Tag ging der Zug nachhause, nun konnten die Radfahrer die Landschaft ganz gemütlich und entspannt noch einmal an sich vorbei ziehen lassen. „Und eines war ein großes Glück für uns“, fügt Hubert Steinweg hinzu. „Sieben Tage Rückenwind.“

>> Bilder der Tour

06.05.2009 - RTF 2009

558 Fahrer genossen Tour des RSV Werl

558 Fahrer genossen Tour des RSV Werl 26.04.2009 · WERL- "Das Wetter ist einfach nur geil!" Die Radfahrer strahlten beim Kontrollpunkt in Theiningsen um die Wette, hatten so richtig Spaß an der Radtouristik-Fahrt des RSV Werl.

Bei idealen äußeren Bedingungen genossen die insgesamt 558 Teilnehmer die landschaftlich schöne Strecke in der Soester Börde und nahmen dabei gerne die eine oder andere Strapaze auf sich.

"Unsere Strecke ist nicht die einfachste", weiß auch RSV-Fachwart Rainer Huppertz. Unweigerlich müssen die Fahrer der längeren Strecken auch die Haar passieren, entsprechend anstrengend können die Steigungen für den einen oder anderen werden.. Gefahren wurden Strecken über 46, 71, 116, 151 sowie erstmals auch über 25 Kilometer. "Damit wollten wir den Vereinen ermöglichen, auch Jugendliche mit auf die Strecke zu schicken", erklärte Huppertz.Die Teilnehmerzahl entsprach den Zahlen der Vorjahren bei entsprechendem Wetter. "Es gibt heute noch eine Fahrt in Gelsenkirchen", so Huppertz zur Konkurrenz. Dennoch sei die Zahl wieder sehr zufriedenstellend. "Wir haben rund 60 Helfer im Einsatz", weiß Huppertz, dass der Verein alles in Bewegung setzen muss, um diese Veranstaltung auf die Beine zu bekommen. Neben den vielen Helfern am Start- und Zielpunkt, der Petrischule in Werl, standen alle 25 Kilometer RSV-Helfer bei den Kontroll- und Verpflegungspunkten.

Die größte Gruppe entsendete das Radteam Hamm. 24 Fahrer aus der Nachbarstadt beteiligten sich an der "Tour um den Möhnesee". Auf dem zweiten Platz landete der TuS Scharnhorst mit 13 Fahrern vor dem RSV Hansa Soest, der mit zwölf Fahrern in die Marienstadt gekommen war. - jb

(Werler Anzeiger, 28.04.2009)